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Die Vereisungsgefahr bei Atemreglern

Eine Vereisungsgefahr bei Atemreglern ist immer gegeben. Viele gehen davon aus, dass dies nur in polaren Gewässern eine Gefahr darstellt, doch diese Annahme ist nicht richtig.

Oft ist auch bei einer Vereisung gar nicht der Lungenautomat (die zweite Stufe) betroffen sondern viel mehr die erste Stufe. Das ist das Ventil das direkt an die Atemflasche angeschlossen ist.

Wieso vereist ein Atemregler?

Vereisungsgefahr bei Atemreglern - Seac LungenautomatDas beruht auf einem pysikalischen Prinzip. Man spricht hier auch vom Kühlschrankprinzip. Dieses Prinzip ist ein Naturgesetz und ist auch nicht umgänglich. Immer wenn sich ein Gas unter Druck befindet, was ja in der Atemflasche der Fall ist und dieses Gas nun entspannt wird, sich also ausdehnen kann, dann entsteht hierbei Kälte. Da der Atemregler also die erste und zweite Stufe zusammen die Aufgabe haben die hochkomprimierte Atemluft von 200bar oder sogar 300bar auf den Umgebungsdruck herabzustufen, so dass wir diese atmen können dehnt sich hier die Atemluft extrem aus. Dies führt wiederum zur Entstehung von Kälte. Die dann wiederum zu einer Vereisung führt.

Von einer Vereisung wird immer dann gesprochen wenn Eis die Funktion der ersten oder zweiten Stufe beeinträchtigen oder sogar ganz ausfallen lassen.

Wer schon mal eine Atemflasche mit leicht geöffnetem Ventil hat stehen lassen und diese ganz zu entleeren, der hat sicherlich auch festgestellt, dass die Atemflasche dort wor die Luft ausströmt sehr kalt wird. Hier ist zu erkennen, dass ein vereisen sogar bei tropischen Temperaturen möglich ist. Kommt im Gebrauch jedoch nicht vor, da wir ja beim Tauchen immer nur einen Atemzug nehmen und die Zeit zwischen den Atemzügen ist ausreichend um dias ventil wieder Umgebungswärme zuzuführen so dass hier keine Vereisung entstehen kann. Theoretisch ist es jedoch möglich.

Wir sehen also eine Vereisung des Atemreglers ist theoretisch immer und an jedem Ort möglich.

Woran erkennt man ob ein Lungenautomat vereist ist?

Am leichtesten und unmittelbar ist dies zu erkennen, wenn die zweite Stufe abbläst. Lungenautomaten sind aus Sicherheitsgründen so konstruiert, dass diese immer bei einer Funktionsbeeinträchtigung durch beispielsweise einer Vereisung abblasen. Der Sinn darin ist natürlich der, dass wir immer noch weiter Luft bekommen um einen Notaufstieg einzuleiten und auszuführen.

Man unterscheidet in äußere und innere Vereisung.

Die äußere Vereisung

Von einer äußeren Vereisung spricht man wenn der Federstellraum vereist. Ein Federstellraum ist bei einem Kolbengesteuerten Ventil konstruktiv notwendig. Dieser füllt sich beim Tauchgang mit Wasser und dieses wiederum kann durch die entstehnde Entspannungskälte der Atemluft einfrieren. Ist dies der Fall spricht man von einer äußeren Vereisung.

Die innere Vereisung

Die innere Vereisung hat wiederum nichts mit dem Wasser um uns herum beim Tauchgang zu tun sondern vielmehr mit dem Wasser in der Atemluft. Die Atemluft ist mehr oder weniger mit Feuchtigkeit versetzt. Diese in der Luft befindlichen Feuchtigkeit kann natürlich bei den entsprechenden Temperaturen einfrieren. Das kann mit der Bildung von Eiskristallen in der Atemluft geschehen aber auch dort wo sich die Feuchtigkeit eventuell niederschlägt. Im Grunde genommen kennen wir beides sehr gut. Das Einfrieren der Luftfeuchtigkeit in der Luft kennen wir in der Form wenn es schneit und das Einfrieren wenn sich diese Feuchtigkeit niederschlägt kennen wir daher, wenn wir morgens die Autoscheiben freikratzen müssen. Beides kann auch im Atemregler auftreten.


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